Begleitung von Menschen mit Demenz und geistiger Behinderung

Wann:
26.09.2022 – 27.09.2022 ganztägig Europe/Berlin Zeitzone
2022-09-26T00:00:00+02:00
2022-09-28T00:00:00+02:00
Wo:
Akademie, Bad Kreuznach
Bösgrunder Weg 10
55543 Bad Kreuznach
Deutschland
Kontakt:
Fr. Funck-Wohlleben
+496716053532

Ein höheres Alter gilt als wichtiger Risikofaktor für das Auftreten einer Demenz. Auch Personen mit geistiger Behinderung können im Laufe des Älterwerdens eine Demenz entwickeln.
Menschen mit geistiger Behinderung und Demenz zeigen nicht selten ungewöhnliche Verhaltensweisen. Betreuerinnen und Betreuer fühlen sich durch diese Verhaltensweisen oft gefordert, herausgefordert und manchmal sogar überfordert. Um schwierigen Situationen gelassener begegnen zu können und somit den Alltag sowohl für Betreuerinnen als auch für den betreuten Menschen mit Demenz besser zu gestalten ist es wichtig, einen Zugang zu der Welt der Demenzkranken zu finden.
In diesem Seminar werden Demenzerkrankungen bei Personen mit geistiger Behinderung ausführlich behandelt. Differentialdiagnostische Fragen zwischen einer lebenslang vorhandenen geistigen Behinderung und einer Demenz werden erläutert.
Anhand einer Selbsterfahrungsübung (Demenz-Balance-Modell) versuchen wir, uns in die Lage von Menschen mit einer Demenz hineinzuversetzen und ihre Gefühls- und Bedürfniswelt nachzuvollziehen. Auf dieser Grundlage leiten wir mögliche herausfordernde
Verhaltensweisen ab und erarbeiten – vor dem Hintergrund einer person-zentrierten Haltung – Handlungsalternativen für die Begleitung von Personen mit geistiger Behinderung und Demenz.

Inhalte:
– Wann sprechen wir von einer Demenz?
– Akute Verwirrtheitszustände bei Menschen mit geistiger Behinderung
– Die besondere Lage der Personen mit Down-Syndrom
– Demenzsymptome als Folge anderer – behandelbarer – Ursachen
– Diagnostische Instrumente zur Feststellung einer Demenz bei Personen mit geistiger Behinderung
– Auswirkungen einer Demenz auf die Kompetenzen und das Erleben eines Menschen
– Verhaltensweisen, die besonders herausfordern und Handlungsalternativen in der Begleitung
– Wege zur Kommunikation und Beziehungsgestaltung mit Menschen mit geistiger Behinderung und Demenz