Offene Termine

Mai
30
Mo
2022
Älter werdende Menschen mit geistiger Behinderung – Alterungsprozesse erkennen und älter werdende Menschen begleiten
Mai 30 – Mai 31 ganztägig

In diesem Seminar sollen klassische Alterungsprozesse, aber auch Krankheiten, die typischerweise im Alter auftreten, thematisiert werden. Da Personen mit geistiger Behinderung sich oft nicht selbst über die erlebten altersbedingten Veränderungen direkt äußern, kommt der stellvertretenden Erkennung durch das Betreuungspersonal eine besondere Bedeutung zu.
In den nächsten Jahren werden immer mehr Menschen in den Ruhestand gehen, wobei der Lebensabschnitt nach der Erwerbstätigkeit oft mehrere Jahre umfassen wird. Wie sollen alte Menschen mit geistiger Behinderung begleitet werden? Verschiedene Aspekte
der Lebenssituation alter Menschen mit geistiger Behinderung werden diskutiert.

Inhalte:
– Altern Menschen mit geistiger Behinderung früher?
– Der Alterungsprozess bei Menschen mit geistiger Behinderung
– Psychische Veränderungen und typische Krankheitsbilder im Alter
– Verschiedene Diagnosen und viele Medikamente: Wichtigste Risiken
– Die besondere Rolle der Mobilität und der Sturzprophylaxe
– Bedürfnisse alter Menschen mit geistiger Behinderung
– Begleitung alter Menschen mit geistiger Behinderung in der Werkstatt
– Der Wechsel von der Erwerbstätigkeit in den Ruhestand
– Begleitung alter Menschen mit geistiger Behinderung in der Wohnstätte bzw. in der Tagesbetreuung

Jun
28
Di
2022
Alt werden ist nichts für Feiglinge!
Jun 28 – Jun 29 ganztägig

Dank des medizinischen Fortschritts und guter Lebensbedingungen erreichen Personen mit geistiger Behinderung heute ein viel höheres Alter als noch vor einigen Jahren. Ein längeres Leben eröffnet viele Chancen, es stellen sich aber für die Menschen mit geistiger Behinderung und ihre Betreuer:innen neue Fragen, für deren Beantwortung man noch nicht auf viele Erfahrungen zurückgreifen kann.

Personen mit geistiger Behinderung können sich oft nicht selbst über die erlebten altersbedingten Veränderungen direkt äußern. Daher kommt der stellvertretenden Erkennung von Alterungsprozessen und von veränderten Bedürfnislagen durch das Betreuungspersonal eine besondere Bedeutung zu.

In den nächsten Jahren werden immer mehr Menschen in den Ruhestand gehen, wobei der Lebensabschnitt nach der Beschäftigung in der Werkstatt oft mehrere Jahre umfassen wird. Wie sollen alte Menschen mit geistiger Behinderung begleitet werden?

In diesem Seminar sollen klassische Alterungsprozesse, aber auch Krankheiten, die typischerweise im Alter auftreten, thematisiert werden. Dabei geht es nicht an erster Stelle um eine mögliche Demenz, denn die Mehrheit der alten Menschen – auch mit geistiger Behinderung – wird nicht dement.

Verschiedene Aspekte der Lebenssituation alter Menschen mit geistiger Behinderung sowie Ansätze für die Betreuung im Alter werden diskutiert.

Aug
22
Mo
2022
Der emotionale Entwicklungsstand als Schlüssel zum Verständnis von Verhalten
Aug 22 – Aug 23 ganztägig

Herr M. schlägt seine Mitbewohner, wenn er die Aufmerksamkeit der Betreunden teilen muss…

Frau B. reißt sich Haare aus, wenn sie aus der Tagesförderstätte nach Hause kommt…

In der Begleitung von Menschen mit geistiger Behinderung gilt vor allem ihr kognitiver Entwicklungsstand als wichtiger Leitfaden für Betreuerinnen, Betreuer und Angehörige. Häufig wird dabei die Frage nach ihrem sozio-emotionalen Entwicklungsstand vernachlässigt.

Der kognitive und der emotionale Entwicklungsstand von Personen mit geistiger Behinderung können weit auseinanderliegen. Oft stehen sie auf einer weniger reifen emotionalen Entwicklungsstufe als es ihre kognitive Leistungsfähigkeit vermuten lässt. Wird diese Diskrepanz im Betreuungsalltag – insbesondere in den gestellten Erwartungen und Anforderungen – nicht berücksichtigt, kommt es zur Überforderung und zu Verhaltensweisen, die als herausfordernd erlebt werden.

In dieser Fortbildung wird der Ansatz der emotionalen Entwicklung von Anton Dosen (Schema der Emotionalen Entwicklung – SEED) ausführlich dargestellt. Vor diesem Hintergrund lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Skala der emotionalen Entwicklung-Diagnostik (SEED) kennen und wie mit dieser der emotionale Entwicklungsstand einer Person festgestellt werden kann. Auf dieser Grundlage werden die Grundbedürfnisse verdeutlicht und mögliche pädagogische Interventionen für den Alltag erarbeitet.

Inhalte:

  • Verschiedenen Entwicklungsebenen: körperlich – emotional – kognitiv
  • Die emotionale Entwicklung eines Menschen nach dem Modell von Anton Dosen
  • Besondere Aspekte der emotionalen Entwicklung bei Personen mit geistiger Behinderung
  • Skala der emotionalen Entwicklung-Diagnostik (SEED) und Anwendungsmöglichkeiten
  • Diagnostische Abklärung von Verhaltensstörungen
  • Die emotionale Entwicklung als Schlüssel zum Verständnis von herausforderndem Verhalten
  • Entwicklungs- und bedürfnisorientierte Betreuungsansätze und Interventionen
Sep
26
Mo
2022
Begleitung von Menschen mit Demenz und geistiger Behinderung
Sep 26 – Sep 27 ganztägig

Ein höheres Alter gilt als wichtiger Risikofaktor für das Auftreten einer Demenz. Auch Personen mit geistiger Behinderung können im Laufe des Älterwerdens eine Demenz entwickeln.
Menschen mit geistiger Behinderung und Demenz zeigen nicht selten ungewöhnliche Verhaltensweisen. Betreuerinnen und Betreuer fühlen sich durch diese Verhaltensweisen oft gefordert, herausgefordert und manchmal sogar überfordert. Um schwierigen Situationen gelassener begegnen zu können und somit den Alltag sowohl für Betreuerinnen als auch für den betreuten Menschen mit Demenz besser zu gestalten ist es wichtig, einen Zugang zu der Welt der Demenzkranken zu finden.
In diesem Seminar werden Demenzerkrankungen bei Personen mit geistiger Behinderung ausführlich behandelt. Differentialdiagnostische Fragen zwischen einer lebenslang vorhandenen geistigen Behinderung und einer Demenz werden erläutert.
Anhand einer Selbsterfahrungsübung (Demenz-Balance-Modell) versuchen wir, uns in die Lage von Menschen mit einer Demenz hineinzuversetzen und ihre Gefühls- und Bedürfniswelt nachzuvollziehen. Auf dieser Grundlage leiten wir mögliche herausfordernde
Verhaltensweisen ab und erarbeiten – vor dem Hintergrund einer person-zentrierten Haltung – Handlungsalternativen für die Begleitung von Personen mit geistiger Behinderung und Demenz.

Inhalte:
– Wann sprechen wir von einer Demenz?
– Akute Verwirrtheitszustände bei Menschen mit geistiger Behinderung
– Die besondere Lage der Personen mit Down-Syndrom
– Demenzsymptome als Folge anderer – behandelbarer – Ursachen
– Diagnostische Instrumente zur Feststellung einer Demenz bei Personen mit geistiger Behinderung
– Auswirkungen einer Demenz auf die Kompetenzen und das Erleben eines Menschen
– Verhaltensweisen, die besonders herausfordern und Handlungsalternativen in der Begleitung
– Wege zur Kommunikation und Beziehungsgestaltung mit Menschen mit geistiger Behinderung und Demenz

Okt
19
Mi
2022
Demenz – Verwirrtheit – Depression
Okt 19 – Okt 21 ganztägig

Der Anteil an Menschen mit einer Demenzerkrankung hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Dadurch wird die Demenz zukünftig in immer größerem Maße das Bild der „Alterserkrankungen“ prägen. So gibt es immer wieder Situationen in der Pflege und Betreuung die herausfordernd sind.

In dieser Fortbildung wird das Krankheitsbild Demenz – mit seinen medizinischen und pflegerischen Aspekten – ausführlich vorgestellt und zur akuten Verwirrtheit und Depression abgegrenzt. Die Bedürfnisse des alten Menschen mit Demenz rücken in den Mittelpunkt der Betrachtungen, um so einen besseren Zugang zu seiner Erlebniswelt zu finden.

  • Wann sprechen wir von einer Demenz?
  • Abgrenzung der Demenz zur Depression und akuter Verwirrtheit
  • Auswirkungen einer Demenz auf die Kompetenzen und auf das Erleben
  • Besonders herausfordernde Verhaltensweisen – z.B. Abwehr bei der Körperpflege, Rufen und Schreien, Beschuldigungen etc.
  • Mögliche Ursachen für herausforderndes Verhalten (z.B. Schmerzen)
  • Die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit Demenz
  • Begleitung von Menschen mit einer Demenzerkrankung
  • Das Potential guter Kommunikationsstrategien